Kleine Schritte, guter Morgen.
Ich bin Simon. Zweimal die Woche schreibe ich auf, was ich an meinem Alltag verändere, was funktioniert, was scheitert – und was ich dabei über mich lerne. Dazwischen ein paar Kurzgeschichten für die Ideen, die keinen ganzen Roman füllen, aber trotzdem raus wollen.
🌅 Guten Morgen Posts
Ehrliche Notizen aus meinem Alltag – über Routinen, kleine Experimente und das, was tatsächlich einen Unterschied macht. Zweimal die Woche neu.
Der erste Schritt
Erster Blogpost, sofort volles Programm: Perfektionismus geknackt ✅, Rechtschreibung outgesourct an die KI ✅, eine Sketch-Idee mit fetten Kindern und Manner-Schnitten, die für ordentlich Zündstoff gesorgt hat 💥 – Claude hat auf stur geschaltet, meine Frau hat Schnappatmung wegen Kontaktschuld bekommen, und Grok hat den Rest gerettet. Aber hey: Kunst ist frei! 😄
Guten Morgen,
heute ist es soweit, mein erster Blogeintrag. Ich habe es getan: Der Perfektionist hat sich über seine Perfektionismussperre hinweggesetzt und schreibt einen unperfekten Blogeintrag. Eigentlich ganz schön. Ich stehe vor ein paar Herausforderungen, und bisher habe ich geglaubt, die Dinge immer alleine anzugehen und alleine zu stemmen – aber naja, die Zeit ist vorbei.
Eine meiner Herausforderungen ist Rechtschreibung. Das war schon immer so, sowohl in der Volksschule als auch durch meine gesamte Schulzeit, und auch durch mein Berufsleben hat sich das Thema durchgezogen. Jede E-Mail war eine Herausforderung, es gab sogar mal Kollegen, die den Wert eines Menschen daran gemessen haben, wie fehlerfrei eine E-Mail war. Ich war eigentlich immer damit beschäftigt, Sachen lustig und angenehm zu schreiben – für Punkt und Komma sollten sich andere bemühen, war mir immer scheißegal.
Als ich die Schule frisch beendet hatte, habe ich Drehbücher geschrieben, für eine TV-Sendung bei ATV. Die haben die Redaktion dort so begeistert, dass mein Kontakt dort jedes Mal, nachdem ich eine neue Version eingeschickt hatte, eine halbe Stunde damit verbracht hat, die Rechtschreibung und die Zeichensetzung zu kontrollieren.
Irgendwann habe ich jeden meiner Texte in den Duden hochgeladen, dort wurde die Rechtschreibung dann überprüft. Bei der Zeichensetzung hatte das Programm allerdings Schwachstellen – beziehungsweise war meine Rechtschreibung so beyond, dass sogar der Duden aufgegeben hat.
Naja, man soll durch seine Schwächen wachsen und die Angst überwinden, heißt es immer in den schlauen Podcasts und Selbsthilferatgebern im Internet. Und hier bin ich, unperfekt und voller Rechtschreibfehler – keine Sorge, der Grund, warum ihr hier keinen findet, ist, dass ich jeden Text jetzt durch eine KI laufen lasse. Die macht dann die richtige Zeichensetzung und schaut, ob man Sachen klein oder groß schreibt.
Allerdings komme ich hier an ganz andere Grenzen: Wenn der Duden noch zaghaft war bei der Zeichensetzung, war ihm der Inhalt meiner Texte oder E-Mails herzlich wurst. Das ist nun anders, ich habe ein Abo bei Claude.ai – eigentlich ganz toll, es hat mir geholfen, meine Homepage zu erstellen, und es hat mir bei meinem KI-Agenten Hermes geholfen, nachdem das Aufsetzen dann doch nicht so einfach war wie in den YouTube-Tutorials beschrieben. Ich habe tatsächlich vier Tage gebraucht, um diesen Agenten zum Laufen zu bringen, um dann herauszufinden, dass ich gar nicht weiß, wofür ich ihn eigentlich verwenden soll. Bei dem Hermes-Ding geht es wohl mehr um meinen Spieltrieb als darum, ein großes Business damit aufzubauen – zumal es auch etwas kosten würde, ihn so zuverlässig aufzubauen, dass er auch für mich arbeiten gehen könnte. Aber nun ja, wie ihr merkt, springe ich auch ein wenig hin und her zwischen den Themen, bitte verzeiht.
Wo war ich? Ach ja, genau, bei der KI. Ich schreibe diesen Blog, und gleichzeitig möchte ich meine Ideen für Kurzgeschichten auf dieser Homepage hochladen.
Gestern war ich mit meiner Frau und meiner dreijährigen Tochter im Zoo. Eigentlich ein schöner Trip, es war heiß, die Tiere munter, und es war aufgrund der Hitze nicht so voll. Alles „knorke", wie der Berliner sagen würde. Aber eine Sache ist mir ins Auge gestochen: Es waren sehr viele fette Kinder dort. Also so richtige Fettie-BumBums – wenn ich fett sage, dann meine ich Kinder, die nicht gerade gehen, sondern von links nach rechts pendeln, wenn sie sich vorwärtsbewegen. Meistens sogar mit irgendeinem Süßkram in der Hand.
Nachdem ich selber lange Zeit ein Fettie-Bobettie war, bzw. teilweise noch immer bin, weiß ich, wie schwer es ist, aus so einer Teufelsspirale auszubrechen – zumal ich das Glück hatte, bis zu meiner Pubertät ein schlankes Kind zu sein. Diese Kinder waren drei und vier und vollkommen außer Kontrolle… Diesen Gedanken lasse ich mal so stehen – vielleicht wird daraus ja noch ein eigener Post.
Sorry für das lange Ausholen, da kam mir eine Geschichte in den Sinn und nachdem ich gerade einen Roman schreibe, wo das nicht reinpasst, wäre das eine gute Sketch-Idee.
Die Idee zu einem TV-Sketch lautet „Der Kindesentführer“, es soll darum gehen, dass ein Mann fette Kinder entführt und diese 7 Monate gut ernährt und Sport mit ihnen macht und sie anschließend wieder frei lässt. Ich finde, Felix Lobrecht wäre mit seiner ruhigen und gelassenen Art und dem trockenen Humor der Richtige für diese Hauptbesetzung. Aber ja, nun kommt mein Dilemma. Die KI weigert sich, die Rechtschreibung zu kontrollieren. Claude will nichts mit diesem Projekt zu tun haben. Wie eine kleine Zicke rümpft es die Nase über meinen künstlerischen Erguss, verschränkt dabei die Arme und sagt: „Nö, mach ich nicht, deinen Scheiß kannst du alleine korrigieren, ich bin ganz sicher kein Mittäter, wenn du Kinder entführst, um sie körperlich wieder fit zu machen.“
Was soll ich jetzt machen? Grok fragen? Da habe ich Angst, dass der heimlich schon das Camp im Wald baut, anstatt meine Rechtschreibung zu kontrollieren. Abgesehen davon, dass mir bei der Idee die Pointe fehlt und mir die Rechtschreibung zum Verhängnis werden könnte. Es ist fraglich, ob das irgendwer wirklich ablichtet, aber die Kunst und Gedanken sind ja bekanntlich frei. Die Pointe könnte sein, dass die Polizei irgendwann nicht mehr nach dem Entführer sucht, sondern selber nach fetten Kindern ausschau hällt, oder die Eltern achten auf das Gewicht ihrer Kinder, damit sie nicht entführt werden. Aber der Prozess ist, wie ihr seht, nicht abgeschlossen.
EDIT 2: Nachdem meine geliebte Frau nun Bedenken angemeldet hat und Angst vor Kontaktschuld hat, bzw. darauf hinweisen möchte, dass man mich falsch versteht: Ich will keine Kinder entführen und niemanden dazu aufrufen, gegen das Gesetz zu verstoßen. Ich will aufzeigen, dass es immer eine scheiß Idee ist, einem Kind eine ganze Packung Manner-Schnitten in die Hand zu drücken, damit es ruhig ist. Eine ganze Packung, das hat fast fünfhundert Kalorien – wer immer meint, dass das eine gute Idee ist: nein, ist es nicht. Und ich sage das, obwohl ich eine Manner-Aktie halte, also Miteigentümer bin... Wieso muss ich eigentlich Kunst erklären?!?!Wenn ihr mehr von mir und meinem Guten-Morgen-Blog lesen wollt, dann abonniert doch gerne den Newsletter. Geplant ist außerdem, dass ich die Texte einlese, und ihr könnt sie dann ganz bequem über Spotify anhören. Ihr könnt mir auch gerne eine Mail schreiben an simon@simonsblog.at. Bis zum nächsten Mal. Tüdülü!
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Stand: August 2026. Diese Seite verwendet aktuell keine Analyse- oder Tracking-Tools und setzt keine Cookies außer technisch notwendigen.